Zuhause hatte man gegen den in Luxemburg beheimateten IHC Beaufort noch klar gewonnen, sodass man sich auf Seiten der EGDL auch für das Auswärtsspiel gute Chancen ausrechnete.
Obwohl die Mannschaft unerwartet zwei Abgänge verzeichnen musste (Lohse und Czajka wechselten zum Liga-Konkurrenten Mainz) konnte die EGDL auch einen top Neuzugang verzeichnen: Vom Oberligisten EHC Netphen wechselte Daniel Walther an die Lahn. Von dem wegen einer nicht vollständig auskurierte Handverletzung noch eingeschränkten Stürmer erwarteten die Verantwortlichen der Rockets dennoch eine Verstärkung der Mannschaft. In Luxemburg kam es jedoch anders als erwartet. Die Gäste wurden nach der Anreise kalt erwischt und bereits nach 4 Minuten stand es 3:0 für die Gastgeber. Zwar konnte man im ersten Drittel noch nach einem Headtrick von Marco Herbel auf 3:4 verkürzen. In Drittel zwei und drei (3:1; 3:0) ließen die Gastgeber jedoch keine Frage mehr offen, wer Herr in der heimischen Halle war. Die Rockets fanden kein Mittel gegen die Luxemburger, denen an diesem Abend alles gelang. Hinzu kam schlechte Chancenauswertung im Sturm der Limburger und viele Nachlässigkeiten in deren Verteidigung. Dass diese Leistung mit einem deutlichen 10:4 Endstand quittiert wurde, war aus Sicht des Trainers absolut berechtigt, zumal die EGDL wiederum doppelt soviel Strafzeiten auf ihrem Konto ansammelte wie der Gegner.
Am kommenden Tag in Bitburg sollte alles anders und viel besser gemacht werden, so die Vorgabe. Die Mannschaft aus Diez/Limburg knüpfte jedoch an die Leistungen des Vortrages an. Auch in Bitburg kam man unter die Räder. Hier lautete der Endstand sogar: 10:2 (6:0; 1:1; 3:1).
Im ersten Drittel wurden die Rockets von den Eifel-Mosel-Löwen geradezu überrannt. So stand es nach 20 Minuten 6:0 für die Heimmannschaft. Im Angriff wurde gerade mal ein Schuss auf das gegnerische Tor abgegeben und die Verteidigung war hoffnungslos überfordert mit den hervorragend kombinierenden nahezu gleich starken Sturmreihen aus der Eifel. Auch wenn sich die Rockets nicht aufgaben und das zweite Drittel unentschieden (1:1) gestalteten sowie im letzten Drittel noch ein Tor erzielen konnten, war die normale Form der Mannschaft von Anton Weißgerber fast zu keinem Zeitpunkt erkennbar. Es bleibt zu hoffen, dass das rabenschwarze Wochenende eine Ausnahme war und am 22.01.2012 (19.15 Uhr) in der Hessenliga gegen Mainz eine bessere Leistung abgerufen werden kann, zumal sowohl in der Hessenliga als auch in der Rheinland-Pfalz-Liga weiterhin gute Chancen bestehen, an der Aufstiegsrunde teilzunehmen.
EGDL: Ralf Groos,Frank Wagner; Markus Kaczenski, Christoph Röhr;
Botho Kay Kessels, Joachim Brill; Daniel Walther, Martin
Homola, Marco Herbel; Torben Nicodemus, Timo Fuhr, Holger
Sabel; Christoph Czech, Mosi Potsch, Alexander Dörr.