Keine Einigung erzielt: Marco Herbel und die Rockets gehen getrennte Wege20.06.17
1. Mannschaft

20.06.17 1. Mannschaft
Keine Einigung erzielt: Marco Herbel und die Rockets gehen getrennte Wege
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Nicht jede Personalie bei der EG Diez-Limburg endet in diesem Sommer mit einer Erfolgsgeschichte. Manchmal sind beide Seiten einfach zu weit voneinander entfernt. Dass dies nun ausgerechnet beim letztjährigen Rockets-Kapitän Marco Herbel passiert ist, wird viele überraschen. Herbel und Raketen, das gehört doch zusammen. Der Stürmer ist eines der wichtigen heimischen Gesichter im Kader. Doch der 35-Jährige hat in diesen Tagen eine Entscheidung getroffen: „Ich stehe für die nächste Saison nicht mehr zur Verfügung.” Beide Seiten unterstreichen, dass sie nicht im Streit auseinandergehen. “Wir haben mit offenem Visier verhandelt und schlichtweg keine Einigung erzielen können“, sagt Herbel.

15 Tore und 19 Vorlagen in 33 Spielen: Ohne Frage hatte Herbel, der in der laufenden Saison und nach dem Abgang von Willi Hamann zum Kapitän ernannt wurde, auch im Vorjahr unter Beweis gestellt, dass er Regionalliga kann. Nur eine Partie hatte er aufgrund einer Spieldauerstrafe verpasst. Doch das, was Herbel auf dem Eis gezeigt hat, ist nur die Hälfte von dem, was ihn tatsächlich ausgezeichnet hat - und das nicht nur in der vergangenen Saison. Herbel war stets einer, der sich zu 100 Prozent für die Mannschaft und den Verein einsetzte. Nicht einfach nur ein Spieler, sondern eben auch ein emotionaler Leader, der auch in schlechten Zeiten voranging und die Mitspieler antrieb. Das fiel nicht immer leicht und kostete Kraft, Herbel aber brachte sie stets gerne auf im Sinne der Rockets.

Deshalb stand sein Name natürlich auch auf der Liste jener Akteure, die man auch in der neuen Saison gerne im Rockets-Trikot sehen wollte. Erste Gespräche gab es bereits vor Wochen, doch die Vorstellungen lagen zu weit auseinander für eine schnelle Einigung. Und auch die langsame Variante führte bis jetzt nicht zum Erfolg, weshalb Herbel nun von sich aus erklärte, dass er nicht mehr zur Verfügung stehen wird.

„Ich glaube, jeder der mich kennt und mir nahe steht, der weiß mit wieviel Herzblut ich dabei war“, sagt Herbel. „Es ist mir sehr schwer gefallen, mein eigenes Angebot zurückzuziehen. Ich bin selbst traurig, einen solchen Schritt gehen zu müssen. Aber ich hatte mir unsere Gespräche anders vorgestellt. Jetzt noch weitere Zeit verstreichen zu lassen ist nicht mein Ding. Dennoch war jede Minute, egal, ob auf oder neben dem Eis, egal ob Sieg oder Niederlage absolut lebenswert. Ich möchte keine Sekunde davon missen. Ich bedanke mich bei allen für diese mega Zeit! Vielleicht sehen wir uns wieder - an einem anderen Tag, zu einer anderen Zeit.“

„Es ist kein Geheimnis, dass wir Marcos Vertrag gerne verlängert hätten“, sagt Vorstandsmitglied Willi Lotz. „Aber dafür lagen wir zuletzt noch zu weit auseinander. Wir haben Marco auch nach seiner Absage noch einmal angeboten, ein weiteres Gespräch zu führen, zumal der Sommer noch lang ist. Aber wir respektieren auch, dass er nun diese Entscheidung getroffen hat. Die Rockets danken Marco für seine insgesamt sieben Jahre im Diez-Limburger Trikot. Wir sind sehr dankbar für das, was er für den Verein geleistet hat. Auch wenn er sich nun gegen uns entschieden hat, die Tür wird bei uns immer offen stehen für einen Marco Herbel.“

(EGDL)