Hockey und Job nicht mehr vereinbar: Marc Hemmerich verlässt die EGDL28.11.17
1. Mannschaft

28.11.17 1. Mannschaft
Hockey und Job nicht mehr vereinbar: Marc Hemmerich verlässt die EGDL
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Eishockey bei den Rockets und die beruflichen Verpflichtungen lassen sich nur schwer unter einen Hut bekommen - zu diesem Entschluss sind nach reiflicher Überlegung die Sportliche Leitung der EG Diez-Limburg um Trainer Arno Lörsch und Verteidiger Marc Hemmerich gekommen. Beide Parteien einigten sich in einem fairen Dialog darauf, den Vertrag mit sofortiger Wirkung aufzulösen. „Für diese Entscheidung haben Marc und Verein sich ganz bewusst einige Wochen Zeit gelassen“, sagt Lörsch. „Es gab keinen Grund, etwas zu überstürzen. Wir sind dennoch gemeinsam zu dem Entschluss gekommen, dass die zeitliche Doppelbelastung von Beruf und Hockey für Marc bei der EGDL nicht stemmbar ist. Wir haben für seine Verpflichtungen abseits der Eisfläche vollstes Verständnis. Sie haben aber Prozentpunkte in seinem Leistungsvermögen gekostet, die wir dringend auf dem Eis benötigen. Wir danken Marc für sein tadelloses Verhalten auf dem Eis und in der Kabine und wünschen ihm alles Gute für die Zukunft. Unsere Wege trennen sich absolut im Guten und wir sind froh, dass er Teil dieser Mannschaft war.“

„Menschlich fällt mir dieser Schritt sehr schwer“, sagt Marc Hemmerich. „Ich bin wirklich traurig dieses Team zu verlassen und wäre gerne geblieben. Aber wir haben das getan, was in solchen Fällen wichtig ist: Ganz realistisch auf die aktuelle Situation geblickt. Ich konnte zuletzt aus beruflichen Gründen kaum bis gar nicht am Training teilnehmen. Und ich möchte auf keinen Fall, dass dadurch Unruhe in der Mannschaft entsteht, weil ich zumeist nur an den Spieltagen da war. Ich möchte mich bei allen, vorneweg natürlich bei meinen Mitspielern bedanken. Ich wünsche den Jungs allen sportlichen Erfolg der Welt. Und ich möchte den Fans für ihren fantastischen Einsatz danken.“

Sportlich werden die Rockets zunächst nicht auf den Weggang von Marc Hemmerich reagieren, gleichwohl aber den Spielermarkt weiter sondieren. Der ausgeglichen besetzte Kader macht jedoch vorerst keine Reaktion notwendig. Mit Tim Ansink, Kevin Schophuis, Nils Krämer, Ville Kärkäs, Roman Löwing, Andre Bruch sowie den beiden Förderlizenzspielern Janik Langer und Jan Wächtershäuser stehen dem Trainer acht nominelle Verteidiger zur Verfügung. Dazu gesellen sich der derzeit noch verletzte Dennis Stroeks und Zwei-Wege-Spieler Pierre Wex, der in Angriff und Abwehr eingesetzt werden kann. „Die Verpflichtung von Stürmer Philipp Maier in der Vorwoche hat uns da noch einmal zusätzliche Optionen ermöglicht“, sagt Lörsch, der sich durchaus damit anfreunden könnte im Bedarfsfall Pierre Wex in die Verteidigung zu berufen. „Dort hat er auch bei uns schon gespielt und einen klasse Job erledigt.“

(EGDL)