Dennis Stroeks bleibt den Rockets treu: “Ich sehe ja, was sich alles bewegt”07.05.17
1. Mannschaft

07.05.17 1. Mannschaft
Dennis Stroeks bleibt den Rockets treu: “Ich sehe ja, was sich alles bewegt”
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Die Liste war nicht allzu lang. Ein paar Namen nur standen drauf. Und sein Name stand ganz weit oben auf der Liste jener Akteure, die die EG Diez-Limburg gerne mitnehmen wollte in die kommende Saison: Dennis Stroeks. Diesen Sommer wird der Verteidiger 30 Jahre jung - und in seine vierte Saison bei den Rockets gehen. Stroeks, wichtiger Denker und Lenker auf dem Eis und in der Kabine, bleibt der EGDL treu. Und das war für ihn eigentlich auch nie eine große Frage. „Ich sehe ja die Entwicklung, sehe, was sich alles bewegt. Ich möchte mithelfen, ein Stück der Tradition wieder zurückzuholen in die Eishalle. Und, ganz ehrlich, wie oft hast du schon die Gelegenheit, mit einem Andrej Teljukin zusammenzuspielen?“

Der gebürtige Düsseldorfer, der vor seiner Zeit in Diez auch vier Jahre für den Nachbarn aus Neuwied auf dem Eis gestanden hatte, kam nach einer Verletzung zur Saison 2014/15 an die Lahn. „Ich habe hier damals alle Zeit der Welt bekommen, in Ruhe wieder fit zu werden. Der Verein hat das toleriert und war sehr geduldig. Im Gegenzug habe ich Jahr für Jahr gemerkt, dass sich immer mehr bewegt. Die Verantwortlichen haben schnell dazugelernt und verfolgen ein klares Ziel: Den Standort wieder im semiprofessionellen Bereich zu einer richtig guten Adresse machen. Und da sind wir auf einem sehr guten Weg. Das spüre ich auch in meinem privaten Umfeld. Ich will mithelfen, dass noch mehr Zuschauer nicht die Bahn nach Frankfurt oder das Auto nach Bad Nauheim nehmen, um Eishockey zu sehen, sondern stattdessen das Fahrrad nehmen, um in Diez die Rockets anzufeuern.“

Der Mister Zuverlässig der EGDL verpasste in der abgelaufenen Saison kein einziges Spiel. Er war immer ein Ruhepol auf dem Eis, ein Mitdenker in der Kabine, ein ruhender Pol, wenn es mal nicht so lief. „Sind wir ehrlich: Die Erwartungen waren doch gar nicht so hoch, zumindest nicht bei mir. Und dann spielen wir eine so starke Saison und schaffen es bis in die Play-offs. Das war klasse. Natürlich hatten wir auf den beiden Import-Stellen mit Matt Fischer und Martin Brabec auch zwei echte Glücksgriffe. Aber auch alle anderen haben sich prima eingefunden. Mit ein bisschen mehr Tiefe im Kader und ein bisschen mehr Kondition wäre sicherlich noch mehr möglich gewesen.“ Stroeks hatte aber auch noch diese Beobachtung gemacht: “Alle waren immer besonders heiß auf die Derbys gegen Neuwied. Und dann fährst du da hin, gewinnst in der Bärenhöhle, und plötzlich waren einige viel zu früh viel zu zufrieden. Später, in den Play-offs, ist es uns dann nicht mehr gelungen, den Schalter noch einmal umzulegen. Da hat der letzte Biss gefehlt.“

In der nächsten Saison soll nun sportlich der nächste Schritt gemacht werden. Dafür arbeitet Stroeks schon jetzt im konditionellen Bereich. „Jeder hat so sein Programm, das er durchzieht. Aber natürlich tut es tatsächlich immer noch gut, derzeit mal nicht auf dem Eis zu stehen. Die Erholung ist schon was Feines.“ Und doch steigt auch bei Stroeks, der die personellen Planungen hinter den Kulissen ein Stück weit mitbekommt, die Vorfreude auf die neue Saison. „Arno Lörsch bringt so viel Erfahrung und Menschlichkeit mit und hat obendrein ein geballtes Netzwerk an Spielern. Es ist einfach geil zu sehen, welche Möglichkeiten wir uns hier Schritt für Schritt erarbeiten. Das haben wir schon letzte Saison als Liganeuling, finde ich, beeindruckend unter Beweis gestellt.“

„Dennis ist ein Verteidiger, wie du ihn dir für jede Mannschaft wünschst“, gibt Arno Lörsch die Komplimente zurück. „Er hat viel Erfahrung und Gott sei Dank auch einen eigenen Willen. Er ist extrem wertvoll, für das Team, aber auch für einen Trainer. Er denkt mit, macht sich seine eigenen Gedanken und bringt diese auch an, wann immer er das Gefühl hat, es braucht ein Feintuning. Für mich ist Dennis das Sinnbild eines Mannschaftsspielers. Auf dem Eis hat er eine sehr gute körperliche Präsenz und einen sehr guten Schuss. Er behält auch in Drucksituationen die Ruhe. Es war sehr wichtig, ihn frühzeitig für eine weitere Saison zu gewinnen. Zumal er längst zu einem der Gesichter dieses Vereins geworden ist.“

(EGDL)